Warum hasst die Welt Sascha Lobo? Dies wird ein Interview, in dem nur eine Frage gestellt werden muss. Alles Weitere folgt ganz von allein. Sascha Lobo sagt, dass er sich gern im Soho House Berlin, einst Zentrale der SED, treffen will. Also treffen wir uns hoch über Berlin. Es ist ein regnerischer, hässlicher Nachmittag in der Torstraße. Die hässlichste Straße Berlins ist gleichzeitig die allerhipste. Als Erstes müssen wir darüber sprechen, wie wir miteinander sprechen. Also wie wir im Netz miteinander sprechen dürfen.

Sascha Lobo sagt: »Die Sprache im Netz ist eine eigene. Die Beschimpfung gehört durchaus dazu. Es gibt eine Poesie der Beschimpfung.« Das Internet sei in Deutschland noch nicht ganz verstanden worden: »Es ist, als denke man hier ans Netz so: Wenn ich da hingehe, werde ich verarscht.« Nur ja nichts im Internet kaufen! Lobo lacht. Deutschland sei noch ganz Schwellenland mit Schwellenangst.

Lobos Sätze sind geschliffen und zweifelsfrei. Er spricht als Sascha Lobo, als Figur, als Botschafter. Dauerzustand Interview. Woran er sich gut gewöhnt hat. Also dass er redet und stets eine Öffentlichkeit hinhört. Herrschende Regeln hat er einfach verinnerlicht: verkaufen, unterhalten, auffallen. Es ist perfekt aufgegangen, wie eine Maschine, die inzwischen von selbst läuft.

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