Oh, welch leuchtendes Morgenrot wurde hier verschlafen. Jeder Mensch hatte auf seinem Schreibtisch oder in seiner Tasche Geräte, die ihm mehr Kommunikationsmöglichkeiten gaben als dem amerikanischen Präsidenten noch vor zwanzig Jahren; ein paar Euro, und man wurde zum Fernsehstudio oder zum Verlag: Alles war möglich, sagten alle, aber alles wurde verschnarcht. – Ein Desaster, muss man sagen, oder auch: eine Traum-Botschaft, die einem jetzt, wo man wach wird, zu denken geben sollte.

Die Rede ist hier nicht von der Zeitungskrise . Wenn der große Pawlow-Automat öffentlicher Kommunikation nach der Insolvenz von Frankfurter Rundschau und der Einstellung der Financial Times Deutschland so viel von verpassten Chancen redet – all das nicht immer zu Unrecht, immer aber mit Rechthaberei-, dann ist es an der Zeit, einmal zu schauen, wer mit im Boot sitzt.

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Erschienen in der Presseserie:

1. El País: Am Größenwahn gescheitert

2. Und ewig lockt die Macht

4. Der Tod des Literaturkritikers

5 In der Brüsseler Seifenblase