Es ist wohl Zeit, dass ich mich mit meinem Unterbewusstsein befasse. Meine Träume gefallen mir ganz und gar nicht. Seit einigen Monaten suchen sie mich heim. Ungefähr seitdem die ukrainische Wirklichkeit begann, dem Traum zu gleichen. Er wird mindestens zehn Jahre dauern, verkünden die Optimisten. Also mindestens zwei Amtszeiten des jetzigen Präsidenten. Meine Träume handeln von einem Attentat. Ich bin das letzte Glied in einer konspirativen Kette. Ich verfüge über ein Gewehr mit Zielfernrohr. Meine Aufgabe ist es, auf einen hohen Funktionsträger zu schießen und so das Land zu retten. Er stellt ein gutes Ziel dar – groß und behäbig, wie er ist. Aber ich kann einfach nicht abdrücken. Schlecht, solche Träume zu haben. Ich schäme mich.

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