Auf dem beim Obama-Besuch verheißungsvoll ausgemalten baldigen Start der Verhandlungen über ein transatlantisches Freihandelsabkommen liegt nun ein Schatten.

Wenn es stimmt, dass der amerikanische Geheimdienst NSA in dem von seinem einstigen Mitarbeiter Snowden behaupteten Umfang europäische Verbündete belauscht hat, fördert dies nicht die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Ins Positive gewendet, bedeutet es aber auch: Beide Seiten wissen jetzt, woran sie miteinander sind. Den bisweilen blauäugigen Europäern sollte diese Lektion helfen, das Handelsabkommen nüchtern und mit klarem Blick auf ihre Interessen voranzutreiben. Einen Grund, die Verhandlungen aufzuschieben, gibt es nicht.

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