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Briefing: Zehn Stimmen zu Europa

Presseurop

Ein Jahr voller Lärm und Furore. Vom griechischen fast-Bankrott zur irischen Krise fürchtete Europa 2010 um den Zusammenbruch der Eurozone. Parallel dazu mussten ein völlig neuer Mechanismus zur Stabilisierung der Finanzen geschaffen, und Sparpläne durchgesetzt werden, deren Ende nicht abzusehen ist. Auch schien es so, als verwerfe Deutschland das europäische Solidaritätsprinzip. Und während die Rechtsextremen ins schwedische Parlament einzogen, und in den Niederlanden fast in der Regierung mitmischten, schob Frankreich Tausende Roma ins Ausland ab.

Polen verlor hingegen seine Elite bei Katyń und versank in einem politischen und religiösen Psychodrama. Mit den sexuellen Eskapaden seines Regierungschefs machte sich Italien währenddessen immer lächerlicher. Und Ungarn stellte seine Verfassungsordnung unter dem Druck der nationalistischen Rechten infrage.

Für Europa war es ein chaotisches und ein schweres Jahr. Auf der internationalen Bühne wird es – von zuweilen undemokratischeren aber dynamischeren Ländern auf der Überholspur – scheinbar immer mehr an den Rand gedrängt.

Angesichts dieser Nachrichtenlage ist es erforderlich, den notwendigen Abstand zu gewinnen und die Realität mit anderen Augen zu betrachten. Dafür haben wir zehn bekannte und weniger bekannte europäische Autoren, Schriftsteller und Experten darum gebeten, über Europa zu schreiben. Über das Europa, welches sie jenseits der täglichen Ereignisse sehen. Über das Europa, welches sie sich für die Zukunft ausmalen. Oder das, welches sie als Menschen und Bürger erleben.

In dieser Presseurop-Serie beschreiben Arnon Grünberg (Niederlande), Fernando Savater (Spanien), Paweł Świeboda (Polen), Thomas Brussig (Deutschland), Gonçalo M. Tavares (Portugal), Philippe Perchoc (Frankreich), Petra Hůlová (Tschechische Republik), Mircea Vasilescu (Rumänien), Tim Parks (Großbritannien) und Loretta Napoleoni (Italien) eine andere Sicht auf Europa.

Die Reihe wurde veröffentlicht in Zusammenarbeit mit The Guardian in Großbritannien, Der Spiegel in Deutschland und Respekt in der Tschechischen Republik.