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Nachdem die Slowakei lange als Wackelkandidat bei der Entscheidung über die Erweiterung des EU-Stabilitätsfonds (EFSF) galt, scheint in Bratislava nun eine Zustimmung möglich. Die Regierungspartei Freiheit und Solidarität (SAS), die sich lange gegen den Rettungsschirm für Griechenlandaussprach und sogar mit einem Bruch der von Iveta Radičová geführten Mitte-Rechts-Koalition drohte, hat nun endlich "den Schutzwall für den Euro akzeptiert", titelt SME. Dem mit Frau Radičová geschlossenen Abkommen zufolge stimmt die Slowakei der Aufstockung des EFSF zu, allerdings ohne sich finanziell daran zu beteiligen: ein von SME als "naiv und egoistisch" bezeichneter Kompromiss. Der Erweiterung des EFSF müssen alle Länder der Euro-Zone zustimmen. Bisher haben das 10 Länder getan. Die Slowakei wird voraussichtlich am 17. Oktober, zum Ende der von der EU und der Europäischen Zentralbank festgelegten Frist, abstimmen.