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Nach diskussionsreichen Wochen muss Griechenland Finnland für seine Beteiligung am Europäischen Stabilitäts-Mechanismus finanzielle Sicherheiten versprechen. Jedoch “zahlt [Finnland] dafür einen stolzen Preis”, meint Helsingin Sanomat. Während alle anderen Länder ihre Beteiligung auf fünf Jahren staffeln können, muss Helsinki seinen Anteil von 1,4 Milliarden Euro auf einmal überweisen. Und an die Zinsen dafür wird es erst nach 20 oder 30 Jahren herankommen. “Gutes Geschäft oder schlechter Kompromiss?” fragt sich die Tageszeitung. Die Regierung hatte aufgrund der Forderung der Partei der Wahren Finnen damit gedroht, sich nicht am Rettungspaket für Griechenland zu beteiligen.

Für die schwedischsprachige Tageszeitung Hufvudstadsbladet ist das Ganze “ein perfektes Beispiel dafür, was Wirtschaftsingenieurswissenschaften so leisten”. Bei den anderen Ländern, die sich auch gegen die Beteiligung am Eurozonen-Rettungspaket hätten sträuben können, erzielten die Forderungen Finnlands vor allem einen Abschreckungseffekt.