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Die Mehrheit der Europaabgeordneten hat am 8. Oktober das "Problem der Pressefreiheit in Italien" angeprangert, berichtet die Tageszeitung El Periódicound nimmt damit Bezug auf die vom italienischen Ministerpräsidenten kontrollierten Medien. Während einer "verbalen Konfrontation" zwischen Anhängern und Kritikern Silvio Berlusconis haben die Konservativen die Initiatoren der Erklärung (Linksgerichtete, Liberale und Grüne) beschuldigt, das Europäische Parlament als Theater für ein "politisches Manöver zum Angriff auf einen politischen Gegner" zu benutzen, schreibt die Zeitung aus Barcelona. "Geht zum Protestieren in den Iran, ihr Feiglinge, dort, wo die Pressefreiheit wirklich bedroht ist", soll der Abgeordnete der mit Berlusconi verbündeten Lega Nord Mario Borghezio schreiend geantwortet haben. Doch die meisten Fraktionen haben sich für die Ausarbeitung eines gemeinsamen Gesetzentwurfes ausgesprochen, um "die Vielschichtigkeit der Medien zu garantieren und ihre Konzentration einzugrenzen".