Mit seiner Entscheidung vom 13. März macht das Europäische Parlament einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Gleichstellung von Frauen und Männern. Der Beschlusssoll gleichgeschlechtlichen Paaren in der ganzen Union die Heirat ermöglichen. Während die Entscheidung in den meisten EU-Ländern unbemerkt blieb, schlug sie in Italien Wellen. In einem für die Staaten allerdings unverbindlichen Abschnitt des Textes werden die viel zu strikten Definitionen der Familie “bedauert”. Aufgrund dieser in einigen [Ländern] dominierenden Auslegungen “muss gleichgeschlechtlichen Paaren und ihren Kindern kein Rechtschutz gewährt werden”.

Ein Änderungsantrag der Rechtsliberalen (welche die parlamentarische Mehrheit stellen) zur Behebung dieses Aspekts wurde mit 20 Stimmen Unterschied von Linken, Grünen und Linksextremen abgelehnt, berichtet La Stampa. Der rechte Flügel in Italien verurteilte die Entscheidung als eine der “Homo-Hochzeit-Linken”.

“Europa will uns homosexuelle Ehen aufzwingen”, empört sich Il Giornale. Sollte der Beschluss als Resolution wirksam werden, werden die Mitgliedsstaaten auch gezwungen sein, Ehen zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren anzuerkennen, die in anderen EU-Ländern geschlossen wurden.