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De Gucht kann nicht mehr in den Kongo reisen", titeltDe Standaard. Der derzeitige EU-Kommissar für Entwicklung (und nächster Handelskommissar) wurde vom kongolesischen Außenministerium darüber in Kenntnis gesetzt, dass er derzeit in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) nicht erwünscht sei. Kinshasa wirft Karel De Gucht seine Äußerungen bei einer Debatte im Dezember im Europäischen Parlament vor. Der Kommissar bemängelte insbesondere in Anbetracht der europäischen Hilfsgelder eine „passende Gegenleistung“ von Seiten der kongolesischen Behörden. Für De Standaard hätte sich De Gucht etwas diplomatischer verhalten können, allerdings habe er „in Wirklichkeit nur die Wahrheit gesagt“. Die Reaktion von Kinshasa war absehbar, meint die flämische Tageszeitung, denn die kongolesischen Behörden haben mit De Gucht ein Hühnchen zu rupfen, „nachdem er 2004 erklärt hatte, dass er im Kongo keine kompetenten Politiker kennen gelernt hatte".