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Die Piraterie von Verschmutzungsrechten floriert. Nach einem ersten Angriff Ende 2009 haben professionelle Hacker erneut Unternehmen in Europa, Japan und Neuseeland in die Falle gelockt, berichtet die Financial Times Deutschland. Sie schickten ihren Opfern falsche E-Mails und forderten sie zwecks Abwehr eines Hacker-Angriffs auf, sich erneut im Register für den Emissionshandel einzutragen. Mit den neuen Passworten übertrugen die Täter Emissionsrechte auf Konten vor allem in Dänemark und Großbritannien. Von dort wurden sie rasch weiterverkauft. Die Zahl der betroffenen Unternehmen ist noch unbekannt, aber "allein in Deutschland ergab die Überprüfung von einigen Dutzend Transaktionen bereits neun Betrugsfälle". Infolgedessen schlossen die Behörden die Register in 13 Ländern. "Das Handelssystem gilt als ökonomisch effizientestes Instrument im Klimaschutz. Der neuerliche Vorfall offenbart allerdings die Betrugsanfälligkeit des Systems", bedauert die Hamburger Zeitung.