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Die Eurozone ist scheinbar nicht genug gerüstet, um den Konsequenzen eines griechischen Zahlungsausfalls zu trotzen. Wie die Financial Times schreibt: „Die europäischen Märkte wurden am Montag von der Befürchtung getroffen, der Schutzwall der Eurozone könne sich als ungenügender Schutz für Spanien und andere bedrängte Länder erweisen, falls Griechenland in einem ungeregelten Verfahren aus der Währungsunion austritt.“

Die Kreditkosten für spanische und italienische Zehnjahresanleihen schossen auf eine in diesem Jahr bisher unerreichte Höhe und gleichzeitig fielen die Erträge der deutschen Zehnjahresanleihen auf ein Rekordtief. Dadurch verschärfte sich die Differenz der Kreditkosten der europäischen Länder auf ein neues Hoch. Die europäischen Aktienmärkte verzeichneten am selben Tag ebenfalls ihren höchsten Rückgang seit drei Wochen. .

Was diese Probleme noch verschärft: Moody’s stufte am Montagabend 26 italienische Finanzinstitute um ein bis vier Stellen ab und die Versicherungskosten gegen einen spanischen Zahlungsausfall erreichten ein Rekordhoch.

Der finanzielle Schutzwall – der Europäische Stabilitätsmechanismus – ist ein Rettungssystem in Höhe von 500 Milliarden Euro, das von den europäischen Staats- und Regierungschefs eingerichtet wurde. Manche Experten stellen nun in Frage, ob es wohl ausreichen wird, um die größeren bedrohten Länder, wie Spanien und Italien, zu retten. Luke Spajic, Seniot Fund Manager bei Pimco, erklärte der Financial Times:

„Es sieht zur Zeit alarmierend aus. Der Markt versucht effektiv, einen unregelmäßigen Austritt Griechenlands zu beziffern.“

Die FT fügt hinzu, dass zunehmend nach entscheidenden Aktionen der politischen Entscheidungsträger in Europa gefordert wird, damit systemisch relevantere Länder von den Bedenken hinsichtlich Griechenlands nicht mit „hinuntergezogen“ werden.