Die Vorsitzenden von rund 15 Alpenregionen in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und in der Schweiz (Provence-Alpes-Côte d’Azur, Rhône-Alpes, Lombardei, Piemont, Aostatal, Trentino, Südtirol, Salzburg, Tirol, Bayern, Baden-Württemberg, Kanton St. Gallen...) haben beschlossen, mit einer Makroregion Alpenraum das „Europa der Völker“ zu gründen, um „gemeinsame Strategien einzurichten, die der regionalen, länderübergreifenden Zusammenarbeit eine neue Form geben können“, so schreibt Il Fatto Quotidiano. Die Zeitung erklärt, es handle sich dabei um „eines der reichsten und höchst industrialisierten Gebiete der Erde, in welchem 70 Millionen Menschen leben und die bedeutendsten Industrien des Alten Kontinents niedergelassen sind“.

Das Abkommen, das am 29. Juni in Bad Ragaz in der Schweiz unterzeichnet wurde, war von der italienischen Separatistenpartei Lega Nord stark unterstützt worden, wie die Tageszeitung betont.

Die Regionen, die an dieser Initiative teilnehmen, wollen eine gemeinsame Front bilden und in ihrer Arbeitsgemeinschaft eine gemeinsame Strategie zur Ausrichtung des EU-Programms für die Jahre 2014 bis 2020 ausarbeiten.

Bei den nächsten Zusammenkünften der Abgeordneten der betroffenen Regionen „sollen die Governance-Ebenen und die Strategien der Makroregion definiert werden, gemeinsam mit den Vertretern der Nationalstaaten und der EU“, schließt Il Fatto.