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Einen Tag nachdem bekannt wurde, dass Cordero di Montezemolo das Steuer des größten italienischen Unternehmens an John Elkann weiterreicht, titelt La Stampa: "Fiat soll aufgeteilt und wieder ganz von vorn anfangen." Damit fällt Fiat nicht nur in den Schoß der Familie Agnelli zurück, sondern präsentiert zeitgleich auch ein neues Industrieprogramm, welches den Automobilbereich von allen anderen Aktivitäten trennen wird. Zudem sollen weltweit neue Bündnisse geschlossen werden, berichtet die Zeitung der turinischen Gruppe. Nach Meinungdes Wirtschaftsexperten Mario Deaglio orientiert sich dieses Vorhaben an einem "globalen Markt, der nur wenige Fabrikanten zählt", deren "untere Überlebensgrenze auf sechs bis sieben Millionen Fahrzeuge jährlich geschätzt wird". Konkrete Beispiele für diese Unternehmenspolitik ist der Kauf Chryslers durch Fiat, aber auch das Abkommen zwischen Renault und Daimler. In der gegenwärtigen Flaute trägt dieses Programm "erstmals dazu bei, dass man sich Gedanken darüber macht, wie das neue wirtschaftliche Italien aussehen soll, welches die gegenwärtige Krise gebären wird", schlussfolgert Deaglio.