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"Kagame des Völkermords angeklagt", titeltdie Tageszeitung De Standaard, die – wie auch Le Monde – von einem UN-Bericht über den von 1998 bis 2003 in der Region der Großen Seen ausgeübten Machtmissbrauch erfahren hat. Betroffen waren insbesondere die Armee des aktuellen Präsidenten von Ruanda, Paul Kagame, und die Rebellen des ehemaligen kongolesischen Präsidenten Laurent Kabila. Dem Bericht zufolge "könnten [die] Belastungselemente, wenn sie erst einmal vor einem zuständigen Gericht bewiesen worden sind, als Völkermord bezeichnet werden". Die Zeitung weist darauf hin, dass der vor kurzem wiedergewählte Kagame "einen starken Druck auf die UNO ausgeübt hat", damit der Ausdruck "Völkermord" nicht in der endgültigen, Anfang September zu veröffentlichenden Fassung des Berichts erscheint".