"Mein Artikel sollte keine Grabrede auf die Europäische Union sein, ich wollte die Europäer wachrütteln und sie vor der Renationalisierung des politischen Lebens warnen, die gerade in ganz Europa langsam aber sicher die Integrationspläne unterhöhlt." Nach zahlreichen Reaktionen kommt Charles Kupchanin Il Sole 24 Oreauf seinen in der Washington Post erschienenen Artikel zurück, in welchem er den nationalistischen Aufschwüngen vorwarf, die EU zu hintertreiben. "Wenn es mit der Renationalisierung so weitergeht und sie sich intensiviert, dann fürchte ich, dass die Zukunft der EU gefährdet ist. Die Europäer können sich nicht erlauben, die Union als etwas Gesichertes anzusehen. Sie müssen danach streben, den EU-Institutionen neues Leben zu verleihen und eine anregende Sichtweise ihrer Zukunft bieten. [...] Dies ist ein ausschlaggebender Zeitpunkt für die EU", setzt der Politologe fort: "Trotz des Vertrags von Lissabon hat Europa beunruhigenderweise im Laufe des letzten Jahrzehnts seinen politischen Elan verloren. Die politischen Verantwortlichen und die Bürger sollten die Wiederbelebung der EU an die erste Stelle ihrer politischen Agenda stellen und zusammen ein gemeinsames Bild der nächsten Phasen der europäischen Integration ausarbeiten."