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"Er hat gewonnen, aber er hat verloren". So lautet die Überschrift des Leitartikels von La Stampa, der mit der Aussage "Es gibt Vertrauen, aber wir denken an die Wahlen" das Paradox der Abstimmung resümiert, durch welche die Abgeordnetenkammer Silvio Berlusconi ihr Vertrauen ausgesprochen hat. Der Regierungschef benötigte dazu die Stimmen der 32 "rebellischen" Abgeordneten unter der Leitung seines einstigen Verbündeten, des Parlamentsvorsitzenden Gianfranco Fini. "Toller Scheißgeburtstag", kommentierte spontan Berlusconi, der gestern 74 wurde und nun mit Fini verhandeln muss, was unweigerlich zu Spannungen mit seinem anderen Verbündeten, der Lega Nord, führen wird. Deshalb wird, wie die Stampa anmerkt, "die schwere Erschütterung von gestern nicht die erste und auch nicht die letzte eines Erdbebens sein, das das Land noch lange ins Schwanken bringt".