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Frankreichs Haushaltsminister Jérôme Cahuzac ist am 19. März zurückgetreten. Kurz zuvor hatte die Pariser Staatsanwaltschaft ein formelles Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet. Der Vorwurf: „Steuerhinterziehung und Geldwäsche“.

Wie Les Echos berichtet, zwang die Polemik um die Reportage der Internetseite Mediapart sowie das anschließend angekündigte Ermittlungsverfahren Cahuzac in die Knie. Dieses soll klären, ob der scheidende Minister, der weiterhin seine Unschuld beteuert, bis 2010 wirklich ein Konto bei der Bank UBS in der Schweiz besessen hat.

Der Rücktritt dieses „Schlüsselelements in Hollandes [Regierungs]dispositiv“ könnte das Kabinett „schwächen“, meint die Wirtschaftszeitung und fügt hinzu, dass man gerade dabei sei, „mit der Europäischen Kommission einen Aufschub für das Erreichen des Defizitziels von 3 Prozent des BIP auszuhandeln“.