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Der ehemalige polnische Staatspräsident Lech Kaczyński und die 95 weiteren Opfer des Flugzeugabsturzes in Smoleńsk am 10. April 2010 seien durch einen Bombenanschlag ums Leben gekommen. Dies war das Hauptthema der Ansprachen in Warschau anlässlich des dritten Jahrestags des Unglücks. Die von Kaczyńskis Zwillingsbruder Jarosław geleitete Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) veranstaltete die Gedenkfeier.

Die offiziellen polnischen und russischen Ausschüsse, die den Absturz untersuchten, wiesen dem Piloten die Schuld zu, weil er versucht hatte, im starken Nebel zu landen. Doch die PiS behauptet, im Flugzeug seien Sprengstoffe deponiert worden, und unterstellt eine Beteiligung Russlands sowie Mittäterschaft auf polnischer Seite.

Die Tageszeitung widerlegt jedoch die Attentatstheorien und weist darauf hin, dass sie Widersprüche enthalten und nicht auf Tatsachen beruhen.