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Der 87-jährige Giorgio Napolitano ist am 20. April erneut zum italienischen Staatspräsidenten gewählt worden – eine Prämiere in der Geschichte des Landes.

Wähler der unterschiedlichsten Parteien hatten für Napolitano gestimmt: Darunter die Demokratische Partei (PD), die Partei Volk der Freiheit von Silvio Berlusconi und die Partei Bürgerwahl Mario Montis.

Obwohl Napolitano die Möglichkeit einer zweiten Amtszeit im Vorfeld ausgeschlossen hatte, nahm er die Wahl schlussendlich doch an. Insbesondere nachdem Franco Marini und Romano Prodi aufgrund tiefgreifender Auseinandersetzungen innerhalb der PD ausgeschieden waren und den Parteivorsitzenden Pier Luigi Bersani zum Rücktritt veranlasst hatten.

Der erste Akt des „neuen“ Präsidenten sollte nach Meinung der Tageszeitung wie folgt aussehen: Er sollte der Bildung einer Einheitsregierung zustimmen und Italien so aus der seit zwei Monaten andauernden politischen Sackgasse führen.

Der für die neue Regierungsspitze infrage kommende Mann heißt Giuliano Amato, ist 75 Jahre alt und PD-Mitglied. 1992/1993 leitete er bereits eine kurzlebige Notstandsregierung.