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Bundeskanzlerin Angela Markel hat die umstrittene Debatte über die Zinspolitik neu entfacht, indem sie erklärte, dass Deutschland idealerweise höhere Zinsen bräuchte, als es den Ländern des Südens genehm wäre, berichtet die Financial Times.

„Die äußerst ungewöhnliche Intervention der Kanzlerin vom Donnerstag — eine Woche vor einer von Experten erwarteten Senkung des Leitzins durch die Europäische Zentralbank (EZB) — unterstreiche einmal mehr, wie sehr die Volkswirtschaften des Südens und des Nordens immer weiter auseinanderdriften”, schreibt das Wirtschaftsblatt.

Ihr Kommentar komme zu einem Zeitpunkt, an dem die jüngsten Arbeitlosenstatistiken zeigen, dass in Spanien mehr als sechs Millionen Menschen ohne Job sind, während in Frankreich mit mehr als 3,2 Millionen Arbeitslosen ein Rekordhoch erreicht wurde. Für die EZB werde es immer kniffliger, einen Leitzins festzusetzen, der den unterschiedlichen wirtschaftlichen Lagen in den EU-Ländern gerecht werde.