Kroatien tritt am 1. Juli der EU bei und will bis 2015 in den Schengen-Raum aufgenommen werden, berichtet Der Standard. Die österreichische Tageszeitung erklärt aber, dass ein Eintritt in diesen Raum der offenen Grenzen, dessen Außengrenzen teilweise von Kroatien kontrolliert würden,

für [das Land] eine Herausforderung bliebe was Ausstattung und Personal anbelangt: Der Zeitung Novi List zufolge müssten 750 zusätzliche Polizisten eingesetzt werden. Zum Schutz der Grenzen zu Lande und zu Wasser fehlten noch Hubschrauber und Land- und wassertaugliche Spezialfahrzeuge sowie Wärmekameras.

„Kontrollen an den Grenzen zu Italien, Slowenien und Ungarn würden nach der Aufnahme nicht automatisch abgeschafft. [Zagreb] versuche aber, sich schon jetzt darauf vorzubereiten, die Kriterien für die Aufnahme in den Schengen-Raum zu erfüllen”, ergänzt Der Standard. Das Land verhandelt mit Slowenien und Ungarn über die Bedingungen gemeinsamer Kontrollen, um den Touristen den Zugang zu Kroatien zu erleichtern.

„Die Kontrollen von EU-Bürgern an Grenzen zu EU-Ländern, Bosnien-Herzegowina, Serbien und Montenegro in Häfen und Flughäfen sollten vereinfacht werden”, erklärt Der Standard und weist darauf hin, dass zwei Grenzübergänge zu Bosnien-Herzegowina seit Ende April geöffnet seien. Dies war eine der Voraussetzungen der EU, Kroatien in die EU aufzunehmen.