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Auf den Tag genau ein Jahr nach den Wahlen, die sie an die Macht brachten, werden die drei Regierungsparteien die Verhandlungen über die öffentliche Rundfunkanstalt ERT an diesem Montag wieder aufnehmen. „Eine letzte Anstrengung, um vorgezogene Neuwahlen zu vermeiden“.

Sollte kein Kompromiss gefunden werden, so könnten sich die sozialistische Pasok und die Demokratische Linke (Dimar), die beide gegen die Schließung der Rundfunkanstalt sind, aus der Regierungskoalition von Antonis Samaras zurückziehen, berichtet die griechische Tageszeitung To Ethnos.

Am heutigen 17. Juni wird zudem der Staatsrat über die Beschwerde von ERT-Mitarbeitern entscheiden, welche die Schließung anfechten. Die Richter könnten entscheiden, dass die Anstalt vorübergehend die Programme wieder aufnimmt, bis ein definitives Urteil gesprochen ist. Der Koalition gäbe dies etwas Zeit.

Laut einer Umfrage vom 15. Juni würde die Neue Demokratie, die konservative Partei von Ministerpräsident Samaras, im Fall von vorgezogenen Neuwahlen mit 29,5 Prozent stärkste Partei, gefolgt von [dem radikalen Linksbündnis] Syriza mit 27,5 Prozent. Drittstärkste Kraft würden die Neonazis der „Goldenen Morgendämmerung“ (11,5 Prozent). Die Pasok käme auf 6,5 Prozent.