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Sollte Ministerpräsident Mariano Rajoy sich weigern, dem Parlament Rede und Antwort zu stehen, könnte es ein Misstrauensvotum geben, meldet El País.

Am 16. Juli kündigte der Chef der größten Oppositionspartei, Alfredo Pérez Rubalcaba, an, sich im Parlament für einen Misstrauensantrag gegen den Regierungschef einzusetzen, wenn dieser nicht vor den Abgeordneten erscheint, um Licht ins Dunkel des Korruptionsskandals zu bringen, in den auch er verwickelt zu sein scheint.

Damit reagiert der Vorsitzende der Spanischen Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE) auf die jüngsten Aussagen des ehemaligen Schatzmeisters der Volkspartei Partido Popular, Luis Bárcenas, laut dem Rajoy zwischen 2009 und 2010 rund 45.000 Euro illegale Prämien kassiert haben soll.

Mit diesem Misstrauensantrag, der Ende Juli oder Anfang August eingereicht werden könnte, greift Rubalca nach Meinung von El País zum

einzigen und außerordentlichen parlamentarischen Instrument, mithilfe dessen der Schutzwall überwunden werden kann, den die absolute Mehrheit der Volkspartei um Rajoy aufgebaut hat [...]. Mit der Entscheidung für den Misstrauensantrag würde die Korruptions-Debatte ermöglicht, der sich die Volkspartei entziehen will.