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Am 18. Juli wird Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in Athen erwartet, meldet Eleftherotypia.

Für die Tageszeitung ist die Stippvisite des deutschen Ministers, der dafür bekannt ist, Sparmaßnahmen anzuordnen, „ein symbolischer Besuch“, der vor allem dazu dienen soll, Griechenland rund 100 Millionen Euro Finanzhilfen für seinen Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit anzubieten.

Das kritische griechische Blatt weist darauf hin, dass die Staatsschulden des Landes im Zeitraum 2009-2013 von 130 Prozent auf 175 Prozent angestiegen sind, obwohl man sich auf ein Memorandum nach dem anderen geeinigt hatte. Außerdem sind die Investitionen um etwa 50 Prozent zurückgegangen und der Mindestlohn um 20 Prozent gesunken, fügt die Zeitung hinzu.

Am gleichen Tag verabschiedete das griechische Parlament in den frühen Morgenstunden das Massenentlassungs-Gesetz, mit dem eine grundlegende Reform des öffentlichen Dienstes eingeleitet wird, die seit langem von der internationalen Geldgeber-Troika (EU, EZB und IWF) gefordert wurde.

Mit diesen neuen Maßnahmen wird Athen sicherstellen können, dass ein Teil der nächsten Hilfstranche des internationalen Rettungspakets überwiesen wird, zumal die Troika der nächsten Finanzspritze in Höhe von 6,8 Milliarden Euro erst vor kurzem zugestimmt hatte.