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Als Gegenleistung für die Beihilfen zur Schaffung von Arbeitsplätzen für Unternehmen sollen die spanischen Gehälter um zehn Prozent gekürzt werden? Diesen Vorschlag hat der IWF vergangene Woche in seinem Beurteilungsbericht gemacht, und dafür nun einen „bemerkenswerten Verbündeten“ gewinnen können, berichtet El País und enthüllt seinen Namen: Olli Rehn, der Vizepräsident der Europäischen Kommission und EU-Wirtschafts- und Währungskommissar.

Während die Regierung, die politischen Parteien und die Gewerkschaften sich bereits gegen diesen Vorschlag ausgesprochen haben, schrieb Rehn seinerseits am 6. August in seinem Blog, dass all jene, die dagegen sind „die Verantwortung dafür übernehmen müssen“.

Der Kommissar erinnerte auch daran, dass die Kürzungen der Gehälter, wie sie bereits in Irland und Litauen umgesetzt wurden, durchaus zu erfolgreichen Ergebnissen geführt haben.

Die Tageszeitung hebt außerdem hervor, dass die Europäische Kommission und der IWF, die einst entgegengesetzte Standpunkte vertraten, nun zu neuen Verbündeten zusammengewachsen sind und:

sich von nun an einig sind, dass die Gehälter gekürzt werden müssen, um die unhaltbare spanische Arbeitslosenquote zu senken.