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„Die Bulgaren sind super unglücklich“, klagt Trud. In dem am 8. September veröffentlichten World Happiness Report („Weltglücksbericht“) belegt Bulgarien von 156 Ländern lediglich Rang 144. Nur die armen Länder Afrikas oder auch Syrien seien noch unglücklicher, berichtet die bulgarische Tageszeitung. Zu den Bewertungskriterien der Studie vom Earth Institute der US-amerikanischen Columbia University in Zusammenarbeit mit dem Sustainable Development Solutions Network der Vereinten Nationen zählten unter anderem: die Lebenserwartung, das Bruttoinlandsprodukt (BIP), der Schutz gegen Korruption, der subjektive Freiheitsgrad bei Entscheidungen, die Freigiebigkeit, sowie das Gefühl, jemanden zu haben, auf dem man sich verlassen kann.

Nach Angaben einer Studie des Meinungsforschungsinstituts Gallup, schreibt Trud, „sind die Gründe der bulgarischen Misere vor allem die allgegenwärtigen Korruption und eine Entscheidungsfreiheit, um die es noch schlechter gestellt ist als in Botswana, dem Land, das im Ranking gleich hinter Bulgarien liegt.“

In Griechenland, titelt Ta Nea „Vom Unglück, Grieche zu sein“. Das Land findet sich auf Platz 70 wieder, gleich hinter der Türkischen Republik Nordzypern TRNZ) und hat als einziges Land Europas einen Rekordabsturz zu verzeichnen. Im Zeitraum 2010-12 lag der Zufriedenheitsindex der Griechen bei 5,4 auf einer Skala von 10. Im Zeitraum 2005-07 belief er sich noch auf 6,3.

„Die Arbeitslosigkeit ist der entscheidende Faktor des Malheurs“, schreibt Ta Nea und stellt fest, dass „die Zufriedenheit der griechischen Bürger im freien Fall ist.“ „Die Griechen haben nicht das Gefühl, über einen sozialen Halt oder über Entscheidungsfreiheit zu verfügen.“