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Polnische Bauern schwindeln am ehesten, wenn sie bei der EU direkte Unterstützungen beantragen, heißt es in der Rzeczpospolita. Manchmal begehen sie diesen Betrug auch „ohne es zu wissen“, da sich nicht alle Bauern darüber im Klaren sind, welche verbindlichen Auflagen und Regelungen bei EU-Subventionen gelten.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist die Anzahl der Fälle in Zusammenhang mit Betrug um EU-Gelder für die Landwirtschaft in den letzten zwei Jahren gestiegen: 2011 waren es 1500, 2012 bereits 1812. Zu den häufig vorkommenden Unregelmäßigkeiten gehören die Angabe zu großer Agrarflächen und die Fälschung von Unterlagen, so die Tageszeitung.

Zwischen 2007 und 2013 erhielt Polen 35 Milliarden Euro aus dem Haushalt der GAP (Gemeinsamen Agrarpolitik) der EU. Rzeczpospolita schreibt:

Trotz der steigenden Statistik gehört Polen nicht zu den ärgsten Missetätern, wenn es darum geht, die EU zu betrügen. Die in Italien, Rumänien und Bulgarien beobachtete Situation ist noch viel schlimmer.