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Die Zahl der portugiesischen Arbeiter, die das Land verlassen, hat im letzten Jahr ein neues Jahreshoch erreicht, meldet Diário de Notícias und fügt hinzu, dass insgesamt 121.418 Menschen ausgewandert sind. Mit Bezug auf die Erhebungen des Nationalen Statistikinstituts weist die Tageszeitung darauf hin, dass der bisherige Rekord 1966 mit etwas mehr als 120.000 Emigranten verzeichnet wurde.

Monat für Monat kehren 10.118 Menschen Portugal den Rücken und wandern hauptsächlich nach Frankreich, Luxemburg, Großbritannien, in die Schweiz sowie in Portugals ehemalige Kolonie Angola aus, berichtet Diário de Notícias und fügt hinzu, dass sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzen wird.

Die Tageszeitung erklärt, dass sich „die heutige Abwanderung von der im Jahr 1966 unterscheidet”:

[Damals] wanderten vor allem Arbeiter ohne Hochschulbildung aus und schickten den Großteil des Geldes, das sie [im Ausland] verdienten nach Portugal. Diejenigen, die heutzutage das Land verlassen, sind vor allem junge Menschen mit Hochschulabschlüssen. Sie verlassen [ihre Heimat], um in anderen Ländern Europas zu arbeiten, nachdem sie auf Kosten Portugals ausgebildet wurden.