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„Ein historischer Besuch, Milliarden von Euro sind im Spiel”, berichtet die rumänische Tageszeitung Jurnalul Naţional

Nur einige Tage nach dem Asia Europe Economic Forum in Peking vom 21. November ist der chinesische Ministerpräsident anlässlich des dritten Wirtschaftsforums China-Osteuropa zu Besuch in Bukarest. 16 europäische Länder nehmen an der Veranstaltung teil, berichtet Jurnalul Naţional.

Am 25. November hat Li Keqiang bereits 13 Handelsabkommen mit Rumänien unterzeichnet. Verträge in Höhe von fast 8 Milliarden Euro in den Bereichen Infrastruktur, Kernenergie, Thermoelektrik, aber auch Schienenverkehr seien abgeschlossen worden, stellt die Bukarester Tageszeitung mit Genugtuung fest. Nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten Ungarns und Serbiens, Viktor Orbán und Ivica Dačić, verkündete Li Keqiang des Weiteren, dass sein Land ein Abkommen mit beiden Ländern zur Modernisierung der Bahnlinie Budapest-Belgrad unterzeichnet hätte, wie die rumäische Tageszeitung Magyar Hirlap berichtet. Ohne die Höhe des Vertrags näher zu präzisieren, betonte Viktor Orbán, dass China hierzu eine Hilfe biete, welche die Eurozone nicht hätte leisten können.

Das Gipfeltreffen zwischen China und den sechzehn Ländern Mittel- und Osteuropas fände „in einem europäischen Kontext statt, der alles andere als entspannt ist“, meint Curs de guvernare. Nach Angaben des rumänischen Nachrichtenportals hätte Brüssel die Teilnehmerländer des Treffens aufgefordert, „nicht über die [in Peking] mit der EU bereits verhandelten Grenzen hinauszugehen”.

Wie ein EU-Diplomat gegenüber der Financial Times erklärte, gehöre der Gipfel von Bukarest zur „chinesischen Strategie des „Divide et impera“ („teile und herrsche“), um den Druck auf Brüssel zu erhöhen.”