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„Verschwunden in Europa.“ Unter dem TAZ-Titel, die Fotos von fünf Gegnern Alexander Lukaschenkos bei der Präsidentschaftswahl, eines Anwalts für Menschenrechte und einer Journalistin. Sie alle wurden während oder nach den Demonstrationen vom 19. Dezember gegen den Wahlausgang verhaftet oder vom Geheimdienst entführt. Die Verschleppung Oppositioneller erinnere an das Weißrussland Ende der 90er Jahre und zeige, dass die Öffnung der Landes nur ein kurzes Zwischenspiel war, bemerkt die Berliner Tageszeitung. „Die EU muss sich nun fragen lassen, wie sie künftig mit ihrem autokratischen Nachbarn verfahren will“, meint die TAZ und sieht nur einen Weg: die Unterstützung der Zivilgesellschaft, am besten durch „die längst überfälligen Erleichterungen bei der Visavergabe.“