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2011 wird „das Schicksalsjahr für den Euro“, titelt die Frankfurter Allgemeine. Für sie wäre schon viel gewonnen, wenn das Jahr so aufhörte wie es begann, heißt, mit der Verbreitung eines gewissen Optimismus, wenigstens in Estland, wo gerade die Einheitswährung eingeführt wurde. Europa brauche jetzt Vertrauen, meint die Tageszeitung: zwischen stärkeren und schwächeren Ländern der Eurozone, vor allem aber zwischen der EU und ihrem neuen Ratsvorsitzenden Ungarn. „Die EU ist mit ihrer parteipolitisch taktierenden Kritik an der rechtskonservativen Regierung Ungarns in der Gefahr, strategisch, also auf lange Sicht sich wie die Katze in den Schwanz zu beißen.“ In den nächsten sechs Monaten, die für das Fortbestehen des Euro entscheidend seien, dürfe der ungarische Ratsvorsitz nicht ständig auf die Selbstverteidigung zurückgeworfen werden.