Hacker haben die CO2-Quoten mehrerer europäischer Länder verschwinden lassen und wiederverkauft, berichtet die Libération. "Dieses Mal gab es keine aufgebrochenen Türen und keine von Nitroglycerin zerfetzten Tresore...sondern nur Informatiksysteme der Nationalregister, von denen teilweise die Emissionszertifikate verschwunden sind. " Mehrere große österreichische, griechische, tschechische, polnische und estländische Unternehmen seien betroffen. Die Ausmaße des Diebstahls wurden am 19. Januar bekannt. Der Europäischen Kommission zufolge haben die Cyber-Betrüger Lizenzen für rund 3 Millionen Tonnen CO2 mit einem Wert von 200 Millionen Euro entwendet. "Durch den Diebstahl wird die Glaubwürdigkeit des jungen europäischen Treibhausgasmarktes noch mehr herabgesetzt“, schreibt die Libération. Dieser Markt "wurde auf Biegen und Brechen 2005 von der EU geschaffen, um die Treibhausgasemissionen der Industrie zu drosseln“. Seit 2007 fällt dieser Markt regelmäßig Netzpiraten zum Opfer.