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„Blockierte Generationen schleppen Eltern und Großeltern auf die Straße“, titelt Publico nach den Demonstrationen vom Samstag den 12. März, bei welchen Menschen aller Altersstufen und verschiedener politischer Richtungen zusammenkamen, um gemeinsam gegen soziale Unsicherheit und Arbeitslosigkeit zu protestieren. An den auf Facebook gestarteten und von mehreren Jugendbewegungen – Anarchisten, Nationalisten, Gewerkschaften und Unparteiischen – organisierten simultanen Umzügen in Lissabon, Porto und anderen portugiesischen Städten nahmen 300.000 Menschen teil, so inoffizielle Schätzungen. Die Demonstrationen fanden zu einem entscheidenden Moment für Portugal statt, bemerkt die Tageszeitung aus Lissabon, während das Land auf finanzielle Unterstützung der EU wartet, um sein Haushaltsdefizit auszugleichen. Am Freitag den 11. März kündigte die Regierung ein neues Sparpaket an, mit bestimmten Maßnahmen, die direkt die Rentner betreffen, was im Land eine politische Krise auslösen könnte.