Die EU wird in Zukunft besser auf potentielle Unterbrechungen der Gasversorgung vorbereitet sein, schreibt Rzeczpospolita. Gerade wird in der EU-Kommission ein neuer Gesetzesentwurf debattiert. Dieser sieht vor, das EU-Transitsystem für Gas weiterzuentwickeln und Reserven anzulegen. Im Fall von Unterbrechungen der Zufuhr von russischem Gas könnten Mitgliedsstaaten so aus alternativen Quellen versorgt werden (aus Speichern der anderen EU-Länder). Die Schwelle, ab der Brüssel nun die Warnstufe rot ausruft und Mitgliedsstaaten auffordert ihren am Stärksten betroffenen Nachbarn zu helfen würde so gesenkt: von derzeit 20 Prozent Lieferausfall an einem Tag auf 10 Prozent. Damit sich die EU-Länder in einer solchen Situation auch wirklich gegenseitig helfen können, müssen sie in die Infrastruktur für den Transit investieren. Die Kommission schätzt die nötigen Aufwendungen auf 2,5 Millionen Euro. Marcel Vietör von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) meint, dass es trotz der erheblichen Kosten wahrscheinlich ist, dass der Vorschlag der Kommission Anklang findet. "Sogar energiesichere Länder verstehen die Sorgen der anderen", sagte der deutsche Experte Rzeczpospolita.