Cover

„Kinderüberraschung!“, titelt die Financial Times Deutschland erfreut, denn deutsche Kinder sind doch nicht so arm, wie es die OECD 2009 verkündet hatte. In ihrem Bericht„Doing Better for Families“ hatte die Wirtschaftsorganisation angegeben, dass zwischen 2005 und 2008 16,3% Kinder in Haushalten mit weniger als der Hälfte des Durchschnittseinkommens leben. Laut des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) waren es jedoch nicht mehr als 10%, derzeit liegt der Anteil der Kinderarmut sogar nur bei 8,3%. „Damit ist man jetzt wieder auf der sicheren Seite“, meintdie FTD, weist jedoch darauf hin, wie teuer dieser "Statistikfehler" für Deutschland ist: Die OECD hatte die falschen Zahlen 2009 nur drei Wochen vor der Bundestagswahl veröffentlicht, was die Regierung zu einer Anhebung des Kindergeldes veranlasste: „20 Euro mehr pro Kind und Monat“, was den Staat jedes Jahr 4 Milliarden Euro mehr kostet.