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„Griechisches Drama ohne Schlussakt“, titelt Die Presse. In den Ländern der Eurozone liegen die Nerven blank, zahlreiche seriöse Medien spekulieren immer öfter vom Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone und die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit des Landes erneut herabgestuft (hohes Ausfallrisiko). Die Tageszeitung aus Wien fragt: „Verlässt Griechenland die Währungsunion? Nein. Tatsächlich geht es um etwas anderes. Nach einem Jahr beharrlichen Leugnens müssen sich Europas Regierungen eingestehen, dass der griechische Albtraum nur dann ein Ende findet, wenn man Athen einen Teil der Staatsschuld von bereits 150 Prozent der Wirtschaftsleistung streicht“ und zwar vor Sommer 2013, notiert die Presse. Eine kalte Enteignung der Anleger sei faktisch unmöglich, darum sei von den Regierungen der Eurozone ein Modell zu erwarten, das vor zwanzig Jahren in der Südamerika-Krise funktioniert hat: griechische Anleihen gegen Anleihen aus dem Eurorettungsschirm umtauschen. Problem: Für diese Lösung braucht es die Einstimmigkeit aller Euroländer, insbesondere die Zustimmung Angela Merkels.