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„Nur noch 10 Jahre Atomkraft“, titelt die Süddeutsche Zeitung in Reaktion auf den Bericht der Ethikkommission , die Angela Merkel nach der Atomkatastrophe von Fukushima ins Leben gerufen hatte. In ihrem Bericht , dem sich die Regierungskoalition bereits angeschlossen hat, empfehlen die Experten, die 17 deutschen AKW bis spätestens 2022 abzuschalten, angefangen bei den 7 ältesten Meilern, die bereits nicht mehr am Netz sind, und einen Reaktor im Interesse der Versorgungssicherheit in Reserve zu halten. Die Abschaltung der Kernkraftwerke, die heute 22 Prozent des deutschen Energiebedarfs decken, soll keinem klaren Zeitplan folgen, sondern sich nach kerntechnischen Risiken und dem Ausbau erneuerbarer Energien richten. Für die Münchner Tageszeitung hat die Kommission ganze Arbeit geleistet: „Zum einen hat sie […] einen sachlichen Diskurs über die Kernenergie organisiert, wie es ihn so noch nicht gegeben hat. […] Zum anderen hat sie weit über den Atomausstieg hinausgeblickt. Der Kreis hat sich weniger um die Abschaltung von Meilern gekümmert als vielmehr um den Prozess, der damit angestoßen wird. Schließlich wird mit dem Verzicht auf die Kraftwerke alleine dieses Land noch nicht glücklich.“