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„EZB stützt Spanien und Italien mit Rekord-Schuldenkauf“ titelt die Tageszeitung El País, nach der Ankündigung der Europäischen Zentralbank, sie habe für 22 Milliarden Euro Anleihen beider Länder aufgekauft, um „die Finanzmärkte zu beruhigen“. Eine „Rekordsumme“ seit dem Start im Mai 2010 des EZB-Programms zum Ankauf von Staatsschulden. „Ein Tropfen auf dem heißen Stein“, meint die Tageszeitung aus Madrid, der dennoch sofort auf den Märkten Wirkung gezeigt habe. Die Initiative der EZB sei „vorübergehend“, betont El País, und dauere bis die nationalen Parlamente, frühestens im September, die Stärkung des Euro-Rettungsschirms (EFSF) beschlossen hätten.

Für die Kollegen der Frankfurter Allgemeinen Zeitungist der Ankauf der Anleihen der Schuldnerländer ein falsches Rettungskonzept und gar ein Anzeichen des „Niedergangs der EZB“. Weil im Rat der Bank die Länder des Südens dominieren, habe sich die EZB in eine EBB, „Europäische Bad Bank“, gewandelt, deren Ruf schnell und nachhaltig verspielt sei.