Keinen Cent für die Griechen

Veröffentlicht am 12 August 2010

"Der slowakische Aufstand", titelt dieLidové noviny am Tag nachdem das Parlament in Bratislava es abgelehnt hat, die slowakische Beteiligung (816 Millionen Euro) am 110 Milliarden-Euro-Darlehen für Griechenland als rechtgültig zu erklären. Dieses hatten die EU und der IWF mit Griechenland ausgehandelt, damit es seinen Schuldenberg in den Griff bekommt. Die Slowakei – die dafür von der Financial Times Deutschland als "Punk Europas" bezeichnet wird – ist das einzige Land der EU, das einen solchen Rückwärtsgang eingelegt hat. Die aus dem Amt scheidende Regierung hatte sich eigentlich mit dem Abkommen einverstanden erklärt. Die slowakische Öffentlichkeit hingegen ist eher auf der Seite ihrer Abgeordneten: "Ab dem Moment, in dem ein Land, in dem man durchschnittlich 308 Euro im Monat verdient, einem anderen Geld leihen muss, in dem der Mindestlohn 863 Euro beträgt, sind die grundsätzlichen Bedingungen dafür, dass man sich solidarisch verhalten sollte, einfach nicht erfüllt."

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