Anlässlich des fünfzigsten Jahrestags der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Zypern und Russland unterzeichneten beide Länder am 7. Oktober, während des Staatsbesuchs des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew, mehr als ein Dutzend Kooperationsabkommen. Die Tageszeitung Kommersant erklärt, das wichtigste darunter beziehe sich auf Investitionen und garantiere, dass russisches Kapital nicht mehr der Doppelbesteuerung unterliege. Zypern, wo zahlreiche russische Firmen aus steuerlichen Gründen ihren Sitz haben, ist einer der wichtigsten Investoren in Russland — 37,4 Milliarden Euro in diesem Jahr. Der Großteil dieses Kapitals stamme dabei ursprünglich aus Russland.
Seit den 1980er Jahren und der Finanzialisierung der Wirtschaft haben uns die Akteure der Finanzwirtschaft gelehrt, dass sich hinter jeder Gesetzeslücke eine kurzfristige Gewinnmöglichkeit verbirgt. All das und mehr diskutieren wir mit unseren Investigativ-Journalisten Stefano Valentino und Giorgio Michalopoulos. Sie haben für Voxeurop die dunklen Seiten der grünen Finanzwelt aufgedeckt und wurden für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet.
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