Nochmal 10 Milliarden für Zombie-Banken

Veröffentlicht am 10 Februar 2011

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„Lenihan verschiebt Zehn-Milliarden-Euro-Förderung für die Banken auf Zeit nach den Wahlen“, titelt die Irish Times. Bereits jetzt liegt die Rechnung für die Rettung der irischen Zombie-Banken bei atemberaubenden 50 Milliarden Euro. Der aus dem Amt scheidende irische Finanzminister kündigte an, dass eine neue Finanzspritze nötig sein werde – aber erst nach den Parlamentswahlen am 25. Februar. Damit übergibt Lenihan der neuen Regierung einen Schierlingsbecher. Dafür verantwortlich sei seiner Meinung nach aber der Verzug der kollabierten Regierung. Zudem betont er, dass die EU, der IWF und die Europäische Zentralbank (EZB) damit einverstanden seien. „Ich handele so, wie es die Verfassung vorsieht. Die Situation wäre eine andere, wenn die Regierung die Mehrheit nicht verloren hätte“, erklärte er. Wie die Dubliner Tageszeitung berichtet, wird man die zehn Milliarden „dem staatlichen Rentenreservefonds entnehmen“.

Seit den 1980er Jahren und der Finanzialisierung der Wirtschaft haben uns die Akteure der Finanzwirtschaft gelehrt, dass sich hinter jeder Gesetzeslücke eine kurzfristige Gewinnmöglichkeit verbirgt. All das und mehr diskutieren wir mit unseren Investigativ-Journalisten Stefano Valentino und Giorgio Michalopoulos. Sie haben für Voxeurop die dunklen Seiten der grünen Finanzwelt aufgedeckt und wurden für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet.

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