Am heutigen 21. Juni werden vier belgische Senatoren — zwei Sozialisten und zwei Liberale, aus Flandern und Wallonien — dem Senat Änderungsvorschläge für das Sterbehilfegesetz von 2002 unterbreiten. Das Gesetz, welches die aktive Sterbehilfe in Belgien legalisierte, soll nun auch auf Minderjährige ausgeweitet werden.
Nach viermonatigen Debatten im Parlament dürfte der neue Text von den Abgeordneten der jeweiligen Parteien aller vier Senatoren abgesegnet werden, nicht aber von den zwei anderen Parteien der Regierungskoalition: den flämischen wie den frankophonen Christdemokraten.
Die Debatte wird sich unter anderem um die Frage drehen, ob das Alter auf 12, 15 oder 16 Jahre abgesenkt werden und ob das Einverständnis der Eltern und der Ärzte erforderlich sein soll.
Des Weiteren ist in den Vorschlägen auch eine Ausweitung der Sterbehilfe auf Patienten von degenerativen Krankheiten wie Alzheimer vorgesehen.
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