"Boïko wird Regierungschef". Wie die gesamte bulgarische Presse hebt Dnevnik den Sofiaer Bürgermeister und Chef der Partei "Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens" (GERB) auf den Titel. Am 5. Juli gewann GERB mit mehr als 40 Prozent der Stimmen die Parlamentswahlen. Das Blatt erinnert daran, dass die Partei gemeinsam mit der Blauen Koalition – ihr potentieller konservativer Koalitionspartner – ausreichend Abgeordnete haben wird um eine "stabile Regierung" zu bilden. Der ehemalige Leibwächter Borrisov, der sich gerne als unverhoffter Glücksfall darstellt, hat versprochen die Korruption zu bekämpfen. Durch dieses bulgarische Leid hat das Land bereits Millionen europäischer Hilfsgelder verloren, die Brüssel bis auf weiteres einfror. Zahlreiche NGOs prangern unterdessen an, das die Wahl ein weiteres Mal von Betrugsfällen, vor allem des Stimmenkaufs, überschattet wurde.
Seit den 1980er Jahren und der Finanzialisierung der Wirtschaft haben uns die Akteure der Finanzwirtschaft gelehrt, dass sich hinter jeder Gesetzeslücke eine kurzfristige Gewinnmöglichkeit verbirgt. All das und mehr diskutieren wir mit unseren Investigativ-Journalisten Stefano Valentino und Giorgio Michalopoulos. Sie haben für Voxeurop die dunklen Seiten der grünen Finanzwelt aufgedeckt und wurden für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet.
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