Brüssel rüttelt an Rating-Agenturen

Veröffentlicht am 3 Juni 2010

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Am 2. Juni gab die Europäische Kommission bekannt, dass sie mit dem Gedanken spielt, die Ratingagenturen unter die Aufsicht derEuropäischen Finanzmarktbehörde zu stellen, die 2009 gegründet wurde, berichtet Le Soir. All diese Agenturen (deren einflussreichste Vertreter die amerikanischen Moddy’s und Standards&Poor’s, sowie die britisch-amerikanische Fitch sind) "kritisiert man seit Dezember für ihre Rolle in der Krise der Eurozonenländer", schreibt die Brüsseler Tageszeitung. Der Aufsichtsbehörde würde man "exklusive Überwachungsbefugnisse über die in der EU registrierten Ratingagenturen", aber auch über die in der EU ansässigen Filialen außereuropäischer Agenturen zugestehen. Zudem dürfe sie "Informationen verlangen, Untersuchungen einleiten und Kontrollen vor Ort anweisen". Der EU-Kommissar für den Binnenmarkt und den Dienstleistungssektor Michel Barnier "will noch weiter gehen" und "plädiert für die Schaffung einer europäischen Agentur. Dadurch könnte man ein Gegengewicht zum 'angelsächsischen' Monopol in diesem Bereich schaffen", fügt Le Soir hinzu. Über die Vorschläge der Kommission wird der Europäische Rat am kommenden 17. Juni diskutieren.

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