„Die totale Verstaatlichung”

Veröffentlicht am 18 September 2013

Cover

Die ungarische Regierung hat am 11. September beschlossen, dem privaten Mineralöl- und Gaskonzern MOL, einen Gastank abzukaufen. Der Gesamtpreis beläuft sich auf 150 Milliarden Forint (ca. 500 Millionen Euro).

Wie Népszabadság berichtet, wurde dieser Gastank im Süden des Landes 2010 mit einem 200-Millionen-Euro-Darlehen der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) gebaut. Ziel war es, die energiewirtschaftliche Unabhängigkeit des Landes gegenüber Zentraleuropa zu stärken.

Am 30. September 2013 soll der Vertrag zwischen dem Staat und MOL unterzeichnet werden, fügt die Tageszeitung hinzu und weist darauf hin, dass das staatliche Energieversorgungsunternehmen MVM genau an diesem Tag auch die ungarischen Gas-Aktivitäten des deutschen Energiekonzerns E.ON zurückkaufen wird.

Das Beste vom europäischen Journalismus jeden Donnerstag in Ihrem Posteingang!

Seit den 1980er Jahren und der Finanzialisierung der Wirtschaft haben uns die Akteure der Finanzwirtschaft gelehrt, dass sich hinter jeder Gesetzeslücke eine kurzfristige Gewinnmöglichkeit verbirgt. All das und mehr diskutieren wir mit unseren Investigativ-Journalisten Stefano Valentino und Giorgio Michalopoulos. Sie haben für Voxeurop die dunklen Seiten der grünen Finanzwelt aufgedeckt und wurden für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet.

Veranstaltung ansehen >

Sie sind ein Medienunternehmen, eine firma oder eine Organisation ... Endecken Sie unsere maßgeschneiderten Redaktions- und Übersetzungsdienste.

Unterstützen Sie Journalismus, der nicht an Grenzen Halt macht.

Nutzen Sie unsere Abo-Angebote oder stärken Sie unsere Unabhängigkeit durch eine Spende.

Zum gleichen Thema