Die Zeitung stirbt nicht im Silicon Valley

Jeder sollte Autor, Journalist, Verleger sein, jeder Geld verdienen können, versprach das Mantra des Internetzeitalters. Aber die Demokratisierung der Information hat nie stattgefunden, meint FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher.

Veröffentlicht am 26 Dezember 2012

Oh, welch leuchtendes Morgenrot wurde hier verschlafen. Jeder Mensch hatte auf seinem Schreibtisch oder in seiner Tasche Geräte, die ihm mehr Kommunikationsmöglichkeiten gaben als dem amerikanischen Präsidenten noch vor zwanzig Jahren; ein paar Euro, und man wurde zum Fernsehstudio oder zum Verlag: Alles war möglich, sagten alle, aber alles wurde verschnarcht. - Ein Desaster, muss man sagen, oder auch: eine Traum-Botschaft, die einem jetzt, wo man wach wird, zu denken geben sollte.

Die Rede ist hier nicht von der Zeitungskrise . Wenn der große Pawlow-Automat öffentlicher Kommunikation nach der Insolvenz von Frankfurter Rundschau und der Einstellung der Financial Times Deutschland so viel von verpassten Chancen redet - all das nicht immer zu Unrecht, immer aber mit Rechthaberei-, dann ist es an der Zeit, einmal zu schauen, wer mit im Boot sitzt.
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Erschienen in der Presseserie:

1. El País: Am Größenwahn gescheitert
2. Und ewig lockt die Macht
4. Der Tod des Literaturkritikers
5 In der Brüsseler Seifenblase

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