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"Kohlendioxid-Emissionsrechte kaufen ist wie Geld aus dem Fenster schmeißen", fasstInformation den am 5. Oktober von der dänischen regierungsunabhängigen Organisation Økologiske Råd (Ökologischer Rat) veröffentlichten Bericht zusammen. Laut diesem funktioniert das EU-Emissionshandelssystems(EU-EHS) nicht. Seit Inkrafttreten des Systems hat man den Unternehmen zu viele Emissionsrechte zugestanden und den Preis (15 Euro pro Tonne ausgestoßenem Kohlendioxid) zu gering gehalten. Folglich sind Unternehmen und Privatpersonen nicht wirklich daran interessiert, ihre Emissionen herabzusetzen. Die Wirtschaftskrise hat dieses Phänomen nur noch verstärkt. Der Økologiske Råd legt eine tiefgreifende Reformierung des EU-EHS nahe und schlägt als erste Maßnahme vor, die Anzahl der momentanen Emissionsrechte zu reduzieren.

Seit den 1980er Jahren und der Finanzialisierung der Wirtschaft haben uns die Akteure der Finanzwirtschaft gelehrt, dass sich hinter jeder Gesetzeslücke eine kurzfristige Gewinnmöglichkeit verbirgt. All das und mehr diskutieren wir mit unseren Investigativ-Journalisten Stefano Valentino und Giorgio Michalopoulos. Sie haben für Voxeurop die dunklen Seiten der grünen Finanzwelt aufgedeckt und wurden für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet.

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