EU-Parlament will CO2-Preis neu bewerten

Veröffentlicht auf 21 Dezember 2011 um 14:31

„Die EU revidiert den CO2-Markt, um billige Umweltverschmutzung zu verhindern“, titelt El País. Am Vortag hatte die Umweltkommission des Europäischen Parlaments darüber abgestimmt, bestimmte Emissionsrechte vom Markt zu nehmen. Diese „Verschmutzungsrechte“, so El País, sind ein wichtiges Werkzeug der EU im Kampf gegen den Klimawandel und waren von Brüssel vor der Krise gratis an europäische Unternehmen vergeben worden. Doch durch die Krise sind die Preise für CO2-Emissionen in den Keller gefallen. Früher schätzte sie die EU auf 20 bis 50 Euro pro Tonne, doch sie sind bis auf 6 Euro zurückgegangen.

„Jetzt sucht man in Brüssel nach Lösungen, um am Markt zu intervenieren und die Preise wieder flott zu machen“, erklärt El País. Zwei Möglichkeiten werden ins Auge gefasst: Einerseits denkt man daran, als Ziel für die Emissionsreduzierungen bis 2020 nicht mehr 20%, sondern 30% anzusetzen. Die Mitgliedsstaaten sind diesbezüglich jedoch geteilter Meinung. Alternativ sollen die Emissionsrechte drastisch gekürzt werden, wie es das Europäische Parlament am 20. Dezember verlangte. Auf diese Entscheidung hin stieg der Tonnenpreis für CO2 sofort um 20% an. Mit der Einbeziehung der Fluggesellschaften in den Emissionshandel sind noch weitere Preissteigerungen möglich, schließt El País.

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