Miserable Gehälter und Honorare, geringe oder gar keine soziale Absicherung, berufliche Unsicherheit: Die Presse befindet sich seit Jahren in einer strukturellen Krise, was sich auf das Leben der Journalisten und Journalistinnen auswirkt. Lange Zeit galten sie als privilegierte Mitglieder der Elite. Doch tatsächlich sind sie heute mit einem sozialen Abstieg konfrontiert und ihre Rolle in unseren Demokratien wird immer mehr infrage gestellt. Besonders seitdem die sozialen Netzwerke für die Bürger*innen zur wichtigsten Informationsquelle geworden sind und Politiker*innen die Möglichkeit bieten, sich der Vermittlung – und der Kontrolle – durch die Medien zu entziehen.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, vor welchen Herausforderungen Journalist*innen im 21. Jahrhundert stehen und wie sie sich organisieren, um einen Berufsstand zu verteidigen, der bisher trotz allem als unverzichtbar gilt. Wir diskutieren darüber mit Renate Schroeder, Leiterin der Europäischen Journalisten-Föderation und der italienischen Freelance-Journalistin Marta Abbà. Das Gespräch auf Englisch findet am Dienstag, 20. Januar 2026, um 12:30 Uhr Pariser/Brüsseler Zeit statt und wird moderiert von Catherine André und Gian-Paolo Accardo.
🤝 Dieses Webinar wird im Rahmen des Projekts PULSE durchgeführt, einer europäischen Initiative zur Förderung der grenzüberschreitenden journalistischen Zusammenarbeit.
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